/ März 22, 2022/ Unkategorisiert/ 0Kommentare

CBD und Kaffee – der Trend unter die Lupe genommen

Ein neuer Trend-Kaffee erobert die Herzen von Kaffeeliebhaberinnen und bereichert die Kaffeehäuser. Neben Cappuccino, Latte Macchiato und Espresso könnte nun auch immer öfter CBD-Kaffee auf der Getränkekarte zu finden sein. Was verspricht die Kombination von CBD und Kaffee? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich Inhaltsstoffe und Wirkung von CBD und Koffein genauer zu betrachten.

CBD im Kaffee

Kaffee ist eines der beliebtesten Heißgetränke weltweit. Für viele Menschen gehört Kaffee zur Morgenroutine. Der Tag lässt sich besser starten mit einer Tasse Kaffee und dem genüsslichen Schmökern in der Zeitung. Auch das Nachmittagstief in der Arbeit wird oft mit Kaffee abgefangen und wer liebt nicht den Kaffeetratsch zwischendurch mit Freunden oder Kolleginnen.

Die Statista-Studie zeigt, dass in Deutschland beispielsweise im Jahr 2020 pro Kopf 450 Tassen Kaffee getrunken wurden. Luxemburg steht an erster Stelle beim Kaffeekonsum. In Brasilien wird am meisten Kaffee angebaut und die Hälfte der Ernte wird im Land selbst konsumiert. 

Schon das Aroma von frisch gerösteten Kaffeebohnen versetzt viele Menschen in gute Laune. Kaffee wird als Muntermacher getrunken, dient als Konzentrationsförderer und ist ein exzellenter Begleiter zu einem Stück leckeren Kuchen.

Selbst die Pandemie konnte dem Kaffeekonsum keinen Abbruch tun. Wir sind zwar nicht so oft zur Arbeit gefahren und Kaffeehausbesuche wurden seltener aber auch zu Hause, im Home Office, ist Kaffee das Getränk der Wahl wie die Studie „Kaffee in Zahlen 2021“ zeigt. Eine Tasse Kaffee begleitet in der Pause bei der Entspannung oder beim konzentrierten Arbeiten. Egal ob alleine oder in Gesellschaft getrunken, Kaffee gehört zum Alltag dazu.

In den letzten Jahren sind Hanfprodukte wie CBD-Öl, Nahrungsergänzungsmittel, Hanftee, Hanföl oder Kosmetik sehr beliebt geworden und finden sich in vielen Supermarktregalen und Online-Shops. Hanf ist eine der ältesten Kultur- und Nutzpflanzen. Ursprünglich kommt Hanf aus Zentralasien von wo aus die Pflanze nach Europa gelangte. Hanf enthält mehr als 100 Cannabinoide. Eines dieser Cannabinoide, Cannabidiol oder auch CBD genannt, ist seit einigen Jahren Fokus zahlreicher Studien.

Der Trend zu Hanfprodukten hält weiterhin an. Die Kombination von CBD und Kaffee erfreut sich großer Beliebtheit. Dieses Trend-Getränk kommt ursprünglich aus den USA und hält nun auch hier zu Lande Einzug.

CBD und Kaffee klingen eher wie Kontrahenten als Verbündete, wird CBD doch eine entspannende Wirkung nachgesagt und Kaffee wegen seines anregenden Effektes getrunken. Durch einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe lässt sich mehr über diese ungewöhnliche Kombination erfahren.

CBD und Koffein – was die Kombination der beiden Wirkstoffe bewirken soll

CBD Kaffeetasse

Woher kommt die Begeisterung für CBD-Kaffee? Koffein als Hauptwirkstoff im Kaffee kann unerwünschte Nebeneffekte haben. Manche Menschen reagieren sensibel auf Kaffeegenuss und es stellen sich Nebenwirkungen ein. So können Nervosität, Zittern, Herzrasen, Angstzustände oder Schlafstörungen Begleiterscheinungen sein.

Hier kann die Kombination von CBD und Koffein Sinn machen. CBD als Gegenpol soll die unerwünschten Nebenwirkungen reduzieren.

Es gibt vielfältige Möglichkeiten CBD und Koffein zu genießen. Unter anderem gibt es Kaffee mit CBD Zusatz zu kaufen oder man kann sich im Kaffeehaus CBD-Kaffee zum Tisch bringen lassen.

CBD-Kaffee soll die Wachsamkeit, die durch das Koffein hervorgerufen wird, verstärken und die Wirkung beider Substanzen, CBD und Koffein, sogar verlängern.

Was ist CBD?

CBD, oder auch Cannabidiol genannt ist ein Cannabidoid im Hanf. Die Hanfpflanze wird mit dem wissenschaftlichen Namen Cannabis bezeichnet. Es werden hauptsächlich zwei Arten unterschieden: Cannabis sativa und Cannabis indica. Cannabis sativa wird in der Regele für die CBD Produktion verwendet. Diese Art hat einen hohen Anteil an Cannabidiol (CBD), welches nicht berauschend psychoaktiv wirkt.

In der EU sind circa 50 Hanfsorten als Nutzhanf zugelassen. Diese Sorten enthalten weniger als 0,2 % THC in der Trockenmasse. Cannabis Sorten die zur Faserproduktion und Nutzung als Lebensmittel verwendet werden, bezeichnet man als Nutzhanf oder Industriehanf. Nutzhanf mit einem hohen CBD Gehalt wird als Cannabis bezeichnet und nicht als Marihuana.

In den Harzdrüsen der Pflanze, wissenschaftlich Trichome genannt, befinden sich die meisten Wirkstoffe und Cannabidoide wie CBD und THC. Die Pflanze selbst benötigt die Wirkstoffe als Fraßschutz und als Schutz vor UV-Strahlung.

Roger Adams, ein amerikanischer Chemiker, isolierte 1942 erstmals Canabidiol. CBD ist das am zweitbesten erforschte Cannabinod und seit einigen Jahren rückt es immer mehr ins Zentrum von Forschung und Studien. CBD Produkte wie CBD Öle und Kosmetik liegen im Trend und stoßen auf großes Interesse.

CBD chemische Formel

Die chemische Formel von CBD

Wirkung von CBD

Der Mensch verfügt über ein körpereigenes Cannabinoid-System. Forscher entdeckten in den 1990er Jahren, dass der menschliche Körper Cannabinoide produziert die an sehr vielen Körperfunktionen beteiligt sind und diese mitregulieren. Diese körpereigenen Cannabinoide nennt man auch endogene Cannabinoide. Dieses Endocannabinoid-System (ECS) ist Bestandteil des menschlichen Nervensystems. Endogene Cannabinoide sind die natürlichen chemischen Botenstoffe des Körpers. Es konnten zwei primäre Cannabinoid-Rezeptoren bestimmt werden: der CB1-Rezeptor und der CB2-Rezeptor. Sie beeinflussen körperliche Prozesse wie die Schmerzwahrnehmung, den Schlaf, die Immunfunktion des Körpers, unser Gedächtnis sowie die Regulierung des Appetits.

Pflanzliche Cannabinoide wie CBD interagieren mit den körpereigenen Cannabinoid-Rezeptoren. CBD wirkt an den Rezeptoren modulatorisch, THC hingegen bindet an die Rezeptoren an. Es wird angenommen, dass dies der Grund dafür ist warum es bei CBD nicht zu Rauschzuständen kommt im Gegensatz zu THC.

Gibt es im Körper einen Mangel an Cannabinoiden kann es zu Störungen der elementaren Körperfunktionen kommen. Das beeinträchtigt das Wohlbefinden und kann mitunter sogar zu Erkrankungen führen.

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Das Endocannabinoid-System im menschlichen Körper

Was ist Koffein?

Koffein wird auch als Coffein bezeichnet und ist ein Naturstoff. Der deutsche Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge entdeckte den Inhaltsstoff 1820 als erster.

Koffein ist ein Alkaloid. Alkaloide finden sich in vielen Pflanzen und können eine ausgeprägte physiologische Wirkung auf den menschlichen Körper haben.

Alkaloide sind sekundäre Pflanzenstoffe und meist basische Naturstoffe, die Stickstoff enthalten. Den Pflanzen dienen sie als Schutz vor Schädlingen.

Koffein ist ein natürlicher Inhaltsstoff von Blättern, Früchten oder Samen von über 60 Pflanzen. Bekannt sind vor allem der Kaffeestrauch, der Matebaum oder der Teestrauch.

Reines Koffein ist ein weißes geruchloses kristallenes Pulver mit bitterem Geschmack.

Keine andere psychoaktive Substanz wird weltweit so oft konsumiert wie Koffein. Es ist ein anregend wirkender Bestandteil von vielen Genussmitteln wie Kaffee, Tee oder Kakao.

Die Wirkung von Koffein

Koffein ist beliebt zur Steigerung der Wachsamkeit, es hat eine anregende Wirkung auf die Psyche und steigert Antrieb und Konzentration. Es ist also in erster Linie stimulierend.

Bei geringer Dosierung kommen ausschließlich diese zentral erregenden Wirkungen zum Tragen.

Was tut sich im Körper, wenn wir unseren Koffein-Schub mit einer Tasse Kaffee bekommen?

Koffein regt das Zentralnervensystem an, es steigert den Puls und erhöht die Herztätigkeit. Der Blutdruck steigt, es kommt zu einer Bronchialerweiterung und Koffein hat harntreibende Eigenschaften. Die Darmtätigkeit wird angeregt und die Blutfließgeschwindigkeit im Gehirn und Darm reduziert.

Diese Effekte beruhen darauf, dass Koffein die Adenosinrezeptoren blockiert. Die Aufgabe von Adenosin besteht darin unser Gehirn vor Überlastung zu schützen. Wenn unsere Nervenzellen sehr aktiv sind wird Adenosin gebildet, welches sich an Rezeptoren gewisser Nervenbahnen setzt. Das bewirkt, dass die Nervenzellen langsamer arbeiten. Durch Koffein kann Adenosin nicht mehr andocken und so verhindert Koffein die dämpfende Wirkung von Adenosin. Man bleibt also wach obwohl man eigentlich müde sein sollte.

Bei starkem Koffein Konsum kommt es allerdings zu einem Gewöhnungseffekt. Man entwickelt also eine Toleranz und die anregende Wirkung von Koffein lässt nach.

Kann CBD dazu beitragen die Nebenwirkungen von Koffein zu reduzieren?

Koffein kann auch unerwünschte Wirkungen haben. So führt es bei manchen Menschen zu Unruhe, Nervosität oder Reizbarkeit. Zittrige Hände oder sogar Angstzustände können Begleiterscheinungen sein. CBD und Kaffee mag vielleicht auf den ersten Blick ein ungewöhnliches Tanzpaar sein, aber CBD könnte helfen die Nebenwirkungen von Kaffee zu reduzieren.

Müde am Morgen CBD Kaffee

Das Endocannabinoid-System, also unser körpereigenes Cannabinoid-System wirkt als Regulator des Nervensystems. Die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 finden sich im gesamten Körper verteilt und haben die Aufgabe Signale von außen in das Innere der Zellen zu übermitteln und umgekehrt. Cannabinoide aus der Hanfpflanze treten in Wechselwirkung mit unserem Endocannabinoid-System. Vereinfacht formuliert kann man sagen, wenn CB1 Rezeptoren aktiviert werden, wird beispielsweise ein Gefühl von Stressreduktion, Wohlbefinden und Schmerzlinderung ausgelöst.

Daher kann die Wirkung von CBD dazu beitragen Nebenwirkungen von Koffein zu reduzieren.

Unterstützt CBD die durch das Koffein hervorgerufene Wachsamkeit?

Koffein gilt als Muntermacher schlechthin und für viele ist der erste Morgenkaffee die Rettung, um es mit dem Tag aufnehmen zu können.

Unser Körper reguliert eine Überlastung der Nervenzellen indem mehr Adenosin produziert wird, so wird die Geschwindigkeit der Neuronen im Gehirn verlangsamt. Koffein blockiert die Adenosin-Rezeptoren, und somit bleiben wir wach und fühlen uns nicht müde. Adenosin kann also seine Wirkung nicht entfalten.

Gesellt sich dann noch CBD hinzu wird die Wirksamkeit der Adenosin-Rezeptoren verbessert und eine beruhigende Wirkung tritt ein.

Cannabinoidrezeptoren spielen auch eine große Rolle bei der Ausschüttung von Neurotransmittern wie Dopamin, Serotonin und Oxytocin sowie Histamin. Die erhöhte Aktivität von Serotonin, bekannt als das „Glückshormon“, unterstützt beispielsweise die Wachheit, Motivation und unser Wohlbefinden.

Trägt die CBD-Kaffee-Mischung zu einer Balance zwischen Anspannung und Entspannung bei?

Koffein wirkt stimulierend auf den Körper, das zentrale Nervensystem wird angeregt und das Müdewerden des Körpers wird verhindert. CBD beeinflusst ebenso das Nervensystem. CBD kann die Effizienz der Adenosinrezeptoren verbessern und bei Anspannung gegensteuern.

Vieles muss noch erforscht werden im Zusammenspiel von CBD und Kaffee. Es lässt aber vermuten, dass die Kombination das Beste von beiden hervorbringt. Die Wirkung von Koffein eingebettet in die ausgleichende Wirkung von CBD, klingt nach einem Traumpaar.

Kann CBD-Kaffee die Einschlafqualität bei zu hohem/späten Koffeinkonsum verbessern?

CBD Kaffee entspannen

CBD unterstützt das körpereigne Endocannabinoid-System, wenn es beispielsweise durch Stress oder andere Umweltfaktoren aus dem Gleichgewicht gerät. CBD dockt an Rezeptoren an, die für die Regulierung des Schlafverhaltens zuständig sind. CBD kann also bei einem zu hohen oder spätem Kaffeekonsum dem Wachmacher Kaffee etwas entgegensetzen.

Aus gesundheitlichen Gründen ist ein sorgsamer Umgang mit Koffein ratsam. Eine zu hohe Dosis oder regelmäßiger später Kaffee Konsum sollte vermieden werden.

Können durch die Kombination beider Substanzen die Effekte von Kaffee verlängert und verstärkt werden?

Wenn wir Lebensmittel, Getränke oder Medikamente aufnehmen, werden diese in der Leber verarbeitet. Die Leber, eines der größten Organe im menschlichen Körper, ist damit beschäftigt, Nährstoffe aus der Nahrung in nutzbare Stoffe für den Körper umzuwandeln. Sie spielt auch eine zentrale Rolle bei der Entgiftung.

Die Leber verwendet für ihre Tätigkeit so genannte CYP-Enzyme um Medikamente, Zellnebenprodukte und andere Verbindungen im Blutkreislauf zu zerlegen. Wenn die Leber mit CBD und Kaffee beschäftigt ist verwendet sie für beides dieselben CYP-Enzyme da sich Kaffee und CBD von der Struktur her ähnlich sind. Für den Abbau beider Substanzen nutzt die Leber CYP1A1, CYP1A2, CYP1D6 und CYP3A4 Enzyme.

Dadurch verlangsamt sich die Lebertätigkeit, da die Leber nur eine bestimmte Kapazität hat. Das bedeutet gleichzeitig, dass die Wirkung der Substanzen verlängert wird.

Gibt es wissenschaftliche Studien zu CBD-Kaffee?

Zu den Einzelsubstanzen CBD, wie auch zu Kaffee bzw. Koffein gibt es zahlreiche Studien. Gerade CBD bekommt zunehmend Aufmerksamkeit in der Forschung.

Wie sich aber die Kombination von CBD und Kaffee auf den menschlichen Organismus auswirkt, wurde noch nicht erforscht oder durch Studien belegt.

Durch den Hype des CBD-Kaffees und die zunehmende Beliebtheit ist aber anzunehmen, dass Studien zu CBD und Kaffee sowie deren Wechselwirkungen im Körper bald folgen werden.

BioBloom CBD Öl Kaffee2

Fazit: Welche Wirkung ist bei der Kombination des Cannabinoids mit Kaffee tatsächlich zu erwarten?

Auch wenn Forschungsergebnisse zur Wechselwirkung von CBD und Kaffee bzw. Koffein noch ausstehen, deutet vieles auf eine nutzbringende Synergie hin.

Die Wirkung beider Substanzen könnte verlängert werden durch den verlangsamten Abbau in der Leber, da die Leber für beide Substanzen die gleichen CYP-Enzyme benötigt.

CBD könnte helfen die unerwünschten Nebenwirkungen von Koffein, wie Zittern und Unruhe zu reduzieren und die durch CBD erhöhte Aktivität von Serotonin führt zu mehr Wachheit und Wohlbefinden.

Ob im Selbsttest oder beim lokalen Barista, CBD-Kaffee könnte für neugierige Kaffeeliebhaber ein Versuch wert sein. CBD Öl in den Kaffee zu tropfen ohne genaue Dosierung oder Anleitung ist allerdings nicht ratsam.

Beim Genuss von CBD-Kaffee ist es wichtig, auf die gute Qualität der einzelnen Inhaltsstoffe zu achten und nur hochwertige Hanfprodukte wie CBD Öle oder Kaffeebohnen mit CBD Zusatz zu verwenden. Zertifizierte Bioprodukte gewährleisten eine Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Transparente Angaben über Herkunftsland, Verarbeitung- und Erntemethoden sind ein weiteres Qualitätsmerkmal.

Wie wäre es beim nächsten Kaffeehausbesuch einen CBD-Kaffee beim Barista des Vertrauens zu bestellen? Passt perfekt zu einer Mehlspeise!

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